News FrderprojekteDie zukunftsfähige Ausrichtung der Fernwärmeversorgung in der Stadt Hennigsdorf bleibt eine wichtige Aufgabe der Stadtwerke Hennigsdorf GmbH (SWH). Um den Empfehlungen aus dem Klimaschutz-Rahmenkonzept zu folgen und den Anteil an CO2-freier Fernwärmeversorgung weiter zu erhöhen, verfolgen die Stadtwerke derzeit drei Forschungsvorhaben, die zum Teil über Fördermittelprogramme realisiert werden. „Es ist notwendig, eine stabile Energieversorgung und wirkungsvolle Maßnahmen zum Klimaschutz langfristig zu organisieren“, betont Bürgermeister Andreas Schulz, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des kommunalen Unternehmens ist. Das Engagement der Stadtwerke stehe für „die große Ernsthaftigkeit, mit der wir uns in der Stadt Hennigsdorf den Herausforderungen der Zukunft stellen.“


CO2-freie Fernwärmeversorgung 4.0.

In diesem Projekt sollen langfristig strategische Fragen der künftigen Wärmeversorgung beantwortet werden.
„Vor allem im Hinblick auf Investitionen und Preisschwankungen bei fossilen Rohstoffen wird es immer wichtiger, sich auf eine CO2-freie Wärmeversorgung zu konzentrieren“, erläutert SWH-Geschäftsführer Thomas Bethke. Mithilfe wissenschaftlicher Methoden wird erforscht, welche Verfahren möglich und umsetzbar sind. Das Vorhaben ist zunächst auf ein Jahr angelegt und wird zur Hälfte durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Multifunktionales Fernwärmenetz als „Wärmedrehscheibe“
VideoclipDas Projekt „Wärmedrehscheibe“ verfolgt das Ziel, das Hennigsdorfer Fernwärmenetz so weiterzuentwickeln, dass die Energieversorgung zuverlässig und bezahlbar bleibt und noch umweltschonender wird. Der Viceoclip erklärt, wie die "Wärmedrehscheibe" funktioniert: Mit solarer Energie und Biomasse sowie der Abwärme aus Industriebetrieben, großen Speichern und einem gut ausgebauten Leitungsnetz soll erreicht werden, dass die Fernwärmeversorgung perspektivisch zu einem immer größeren Anteil aus regenerativen Energien erfolgt.
Schon jetzt werden rund 50 Prozent der Energie aus erneuerbaren Rohstoffen erzeugt. Das Konzept der „Wärmedrehscheibe“, das die verschiedenen Energiequellen miteinander verbindet, ist bundesweit einmalig. Das Projekt hat Leuchtturmpotential, weil es auf gleichgroße Städte mit ähnlichen Netzen übertragbar wäre. Eine Projektförderung seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wurde bereits bewilligt.


Intelligente Energie aus dem Nordosten Deutschlands

Das Verbundprojekt WindNODE befasst sich mit der intelligenten Nutzung der vor allem im Nordosten Deutschlands erzeugten Energie aus Sonne und Wind, deren Verteilung durch vernetzte Informations- und Kommunikationstechnik gesteuert wird. Damit sollen Verbraucher und Industrie flexibel auf die Schwankungen bei der Stromerzeugung reagieren können. Eine Überlegung ist dabei die Umwandlung von elektrischer in thermische Energie, also Wärme. Wenn zu viel Strom ins Netz eingespeist wird, könnte er zum Beispiel künftig in Wärme umgewandelt werden und zum Beispiel Wohngebiete versorgen. Das Energiesystem ließe sich dadurch besser im Gleichgewicht halten. Am WindNODE-Projekt sind 70 Kooperationspartner aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft in Nordostdeutschland beteiligt. Das Projekt soll als „Blaupause“ für die pilothafte Umsetzung der Energiewende fungieren.